In kaum einer anderen Region weltweit hat der Weinbau eine längere Tradition als in der Toskana, eine von Italiens berühmtesten Weinbauregionen. Nahezu ideale geologische und klimatische Bedingungen erlauben den hier ansässigen Weingütern (darunter die wohl ältesten der Welt) die Erzeugung hochwertiger Weine mit einzigartiger individueller Note. Weine wie Chianti, Brunello oder der Vino Nobile aus Montepulciano sprechen für sich. Von viel Sonne verwöhnt, dennoch mit genügend Regen versorgt, bringen die toskanischen Reben auf kargem Kalkboden diese bei allen Weinfreunden beliebten Tropfen hervor. Die Hauptsorten sind dabei im Rotweinbereich die Sangiovese-Traube, bei den Weißweinen dominiert Trebbiano.
Chianti:
Provinz der Toscana, wiederum unterteilt in acht Chianti-Teilgebiete. Das qualitativ höchste Ansehen genießt dabei der Teilbereich des Classico, der sich etwa von der Südgrenze der Stadt Florenz bis unmittelbar an die nördliche Gemarkungsgrenze von Sienna erstreckt. Traditionell (und streng nach Vorschrift) ist der Chianti-Rotwein auf der Basis von Sangiovese, mit etwas Canaiolo und einem geringen Anteil der weißen Sorten Trebbiano und Malvasia sowie bis zu zehn Prozent Cabernet Sauvignon, Merlot oder anderen roten Sorten vinifiziert. Der Anteil der weißen Trauben wurde bereits in der Vergangenheit reduziert, die Einführung der DOCG hat zudem auch dazu geführt, daß keine importierten Weine mehr beigemischt werden dürfen.
Montalcino: Südlich von Siena gelegenes Teilgebiet der Toskana. Berühmt für seinen Brunello, der aber immer mehr Konkurrenz vom Rosso di Montalcino bekommt. Dies war ursprünglich der einfachere Zweitwein, wird aber mit großer Sorgfalt immer weiter vorangebracht.